Dienstag, 21. Dezember 2010

Gedanken zur Zukunft des Autofahrens

Neulich habe ich gehört, etwa 40% aller Innovationen seien IKT-induziert, stünden also zumindest in mittelbarem Zusammenhang mit der Informations- und Kommunikations-Technologie. Die IKT spielt in immer mehr Bereichen unseres Lebens eine zentrale Rolle und meist wird das auch spürbar.

Dies gilt mit Sicherheit auch für die Automobilindustrie, die sich derzeit in mehrerlei Hinsicht im Umbruch befindet. In diesem Beitrag möchte ich auf einen bescheidenen Aspekt solcher Innovationen in der Automobilindustrie eingehen. Ein Vorstufe dessen, was ich pointiert gerne (teils zum Leidwesen meiner Mitmenschen in wilden Kneipendiskussionen) wie folgt formuliere:
Schon alleine aus Gründen der Sicherheit wird es uns (Menschen) in der näheren Zukunft nicht mehr erlaubt sein wird, selbst ein Auto zu steuern.
Die Vor- oder Zwischenstufe, die meines Erachtens zumindest einen Gedanken wert ist, ist die Fernsteuerung eines Autos.

Stellen Sie sich vor, Ihr Blick durch die Winschutzscheibe, durch den Rückspiegel sowie alle weiteren interessanten Perspektiven (z. B. der tote Winkel) werden von Kameras aufgezeichnet, möglicherweise dreidimensional. Technisch ist dies nahezu trivial. Ebenso registrieren Mikrofone die Straßengeräusche. Stellen wir uns weiter vor, diese „Wahrnehmungen“ können in Echtzeit zuverlässig an einen beliebigen Punkt übertragen werden. Wenn wir dann zusätzlich den Rückkanal etablieren, ist der gedankliche Sprung zur Fernsteuerung von Fahrzeugen nicht mehr weit.

Nun mag man sich die Frage stellen, welchen Sinn dies haben könnte.
Hier einige Anregungen:

  1. Überlegen Sie, wie viele Standzeiten wir im Transport bzw. der Logistik aufgrund von Fahrzeiten von LKW-Fahrern notgedrungen akzeptieren müssen. In dieser Zeit „ruht“ das Kapital (LKW) und die Ware kommt keinen Zentimeter vom Fleck.
  2. Gleiches gilt für Busfahrten. Teilweise muss ein Extrafahrer mit an Bord genommen werden um es überhaupt zu ermöglichen, größere Strecken (nahezu) am Stück zurückzulegen.
  3. Überlegen Sie wie viel besser die Kapazitäten von Fahrern bzw. die Ressourcenauslastung verplant werden könnten, wenn man diese räumlich vom Fahrzeug trennen könnte: Der stationäre Fahrer wird Aufträgen ähnlich von Service Agenten in einem Call Center zugewiesen.
  4. Fahren Sie gelegentlich mit dem Taxi nach Hause, da Sie nicht mehr fahrtüchtig sind? (Das ist keine Anklage, das könnte auch ein Kompliment sein, verstehen Sie die Frage nicht falsch.) Häufig bräuchte man doch eigentlich kein Taxi (mobiler Fahrer plus Automobil) sondern lediglich den Fahrer. Würde dieser zudem als stationärer Fahrer Ihr KFZ fernsteuern können, würde dies die Kostenstruktur drastisch verbessern (günstigere Heimfahrt) und zudem viele Leerfahrten verhindern.

Ich hoffe die Beispiele reichen um zu belegen, dass das Gedankenexperiment durchaus interessant ist.

Bis wir dann endgültig nicht mehr fahren können, dürfen und müssen – weder im Fahrzeug noch stationär. Übrigens aus meiner Sicht eine erstrebenswerte Perspektive, kein Schreckgespenst.

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Schrödingers Kuchen

oder: Robert hat(te) Geburtstag.

"anlässlich meines bereits verstrichenen Geburtsags am Montag habe ich in der Küche ein kleines Experiment aufgebaut, welches ich kurz erläutern will.

Ein Donauwellen ist halb Welle, halb Teilchen und ist damit quantentheoretisch äquivalent zu Licht.

Als unmittelbare Konsequenz ergibt sich, dass man den Donauwellen laut heisenbergscher Unschärferelation nicht beobachten kann ohne ihn zu manipulieren.

Ich habe in der Küche eine Menge von Donauwellen-Teilchen platziert.
Für jeden, der nicht nachsehen will ist es also möglich, dass 2 Zustände existieren: Vorhanden oder gegessen. Laut dem Beispiel von Schrödingers Katze existieren beide gleichzeitig.

Es sei denn man sieht nach und verändert durch Beobachten den Zustand von vorhanden in gegessen.

Lasst es euch schmecken."


(Da in letzter Zeit die Geburtstagskuchenankündigungen bei QuinScape immer kreativer werden, habe ich damit begonnen, diese hier zu sammeln. Danke @Robert.)

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Gadgets im Geek-Shop mit einer Prise gutem Marketing

Angesichts der kryptischen Überschrift möchte ich zunächst dem nahe liegenden Impuls vorgreifen und habe hierzu die Begriffe Gadget und Geek bei Wikipedia nachgeschlagen. Dort heißt es...
"Gadget (englisch für Apparat, technische Spielerei oder auch Schnickschnack) bezeichnet ein technisches Werkzeug oder Gerät mit bisher so nicht bekannter Funktionalität und/oder besonderem Design. Es ist traditionellerweise klein und handlich und zum Mitführen konzipiert. [...]"
und
"Der Ausdruck Geek [giːk] (engl. umgangssprachlich für Streber, Stubengelehrter) hat sich im Laufe der Zeit gewandelt in die Bezeichnung für eine Person, die sich durch großes Interesse an wissenschaftlichen oder fiktionalen Themen auszeichnet – üblicherweise, aber nicht ausschließlich, von elektronischer oder phantastischer Natur. [...]"
Macht das nicht neugierig?
Auf Gadgets im Geek-Shop?

Nun, genau damit wirbt der Shop getDigital.de. Neben dem mittlerweile hinlänglich bekannten USB-Raketenwerfer finden sich dort nette Skurrilitäten wie die folgende Fußmatte (in die sich ein Arbeitskollege sofort "verliebt" hat)


oder in der Rubrik "Nachdenklich" als Topseller ein T-Shirt zur Unterstützung von WikiLeaks


Gerade in der Weihnachtszeit erweist sich zudem die Geschenkeseite als praktisch.

Und was hat dies nun mit gutem Marketing zu tun?
werden Sie sich möglicherweise fragen, wenn Sie sich noch mal die Überschrift ins Gedächtnis rufen.

Meine persönliche Antwort hierauf ist einfach: getDigital.de hat es geschafft, mich (und viele andere) dazu zu bringen, über die Gadgets im Geek-Shop zu schreiben.

Und zwar durch einen ebenso simplen wie effektiven Mechanismus: Bereits im Hauptmenü werden Blogger über einen entsprechenden Menüpunkt explizit angesprochen. Als Blogger erhält man auf unbürokratischem Wege (faktisch eine E-Mail) einen Gutschein für Produktmuster, der einzig an die Bedingung geknüpft ist, über den Shop zu schreiben. Egal ob positiv oder negativ; dies ist nicht Bestandteil der Vereinbarung.

Die Wirkung kann ich an mir selbst beobachten. Über den Shop bin ich eher zufällig durch eine Google-Suche gestolpert. Auf die "Blogger-Seite" gelangt, hat mich dann die einfache und offene Art begeistert, Blogger in die Unternehmenswerbung einzubinden.

Und so ist konsequenterweise dieser Beitrag entstanden. 

Bleibt mir nur, getDigital.de weiterhin viel Erfolg zu wünschen. Vielleicht denkt ja in diesem Zuge das eine oder andere Unternehmen selbst darüber nach, wie Blogger oder aktive Mitglieder von Social Media Netzwerken durch kleine Anreizen zu Missionaren oder zumindest Botschaftern konvertiert werden können.

Mal schauen, welches Gadget ich mir nun schenke...