Dies gilt mit Sicherheit auch für die Automobilindustrie, die sich derzeit in mehrerlei Hinsicht im Umbruch befindet. In diesem Beitrag möchte ich auf einen bescheidenen Aspekt solcher Innovationen in der Automobilindustrie eingehen. Ein Vorstufe dessen, was ich pointiert gerne (teils zum Leidwesen meiner Mitmenschen in wilden Kneipendiskussionen) wie folgt formuliere:
Schon alleine aus Gründen der Sicherheit wird es uns (Menschen) in der näheren Zukunft nicht mehr erlaubt sein wird, selbst ein Auto zu steuern.Die Vor- oder Zwischenstufe, die meines Erachtens zumindest einen Gedanken wert ist, ist die Fernsteuerung eines Autos.
Stellen Sie sich vor, Ihr Blick durch die Winschutzscheibe, durch den Rückspiegel sowie alle weiteren interessanten Perspektiven (z. B. der tote Winkel) werden von Kameras aufgezeichnet, möglicherweise dreidimensional. Technisch ist dies nahezu trivial. Ebenso registrieren Mikrofone die Straßengeräusche. Stellen wir uns weiter vor, diese „Wahrnehmungen“ können in Echtzeit zuverlässig an einen beliebigen Punkt übertragen werden. Wenn wir dann zusätzlich den Rückkanal etablieren, ist der gedankliche Sprung zur Fernsteuerung von Fahrzeugen nicht mehr weit.
Nun mag man sich die Frage stellen, welchen Sinn dies haben könnte.
Hier einige Anregungen:
- Überlegen Sie, wie viele Standzeiten wir im Transport bzw. der Logistik aufgrund von Fahrzeiten von LKW-Fahrern notgedrungen akzeptieren müssen. In dieser Zeit „ruht“ das Kapital (LKW) und die Ware kommt keinen Zentimeter vom Fleck.
- Gleiches gilt für Busfahrten. Teilweise muss ein Extrafahrer mit an Bord genommen werden um es überhaupt zu ermöglichen, größere Strecken (nahezu) am Stück zurückzulegen.
- Überlegen Sie wie viel besser die Kapazitäten von Fahrern bzw. die Ressourcenauslastung verplant werden könnten, wenn man diese räumlich vom Fahrzeug trennen könnte: Der stationäre Fahrer wird Aufträgen ähnlich von Service Agenten in einem Call Center zugewiesen.
- Fahren Sie gelegentlich mit dem Taxi nach Hause, da Sie nicht mehr fahrtüchtig sind? (Das ist keine Anklage, das könnte auch ein Kompliment sein, verstehen Sie die Frage nicht falsch.) Häufig bräuchte man doch eigentlich kein Taxi (mobiler Fahrer plus Automobil) sondern lediglich den Fahrer. Würde dieser zudem als stationärer Fahrer Ihr KFZ fernsteuern können, würde dies die Kostenstruktur drastisch verbessern (günstigere Heimfahrt) und zudem viele Leerfahrten verhindern.
Ich hoffe die Beispiele reichen um zu belegen, dass das Gedankenexperiment durchaus interessant ist.
Bis wir dann endgültig nicht mehr fahren können, dürfen und müssen – weder im Fahrzeug noch stationär. Übrigens aus meiner Sicht eine erstrebenswerte Perspektive, kein Schreckgespenst.


Übrigens sind diese Gedanken nicht originär von mir. Vieles habe ich sicher an der einen oder anderen Stelle mal gelesen, so dass dies zumindest in Teilen nur eine Wiedergabe bzw. subjektive Zusammenfassung dessen ist.
AntwortenLöschenEs reicht schon, wenn man Frauen das Autofahren verbietet!
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