Ich gehe gerne zum Friseur. Nicht nur weil meine Haare dann angenehm gekürzt werden, Nein, vielmehr auch wegen des "Vertrauensverhältnisses", das sich im Rahmen von etwa 35 Jahren kontinuierlichen Besuchen und Gesprächen mit derselben Person herausgebildet hat.
Mein Friseur Gerd Petrusch (Hagener Str. 247, 44229 Dortmund Kirchhörde, muss ich mal bei Foursquare anlegen) kann sicherlich Haare schneiden, dessen bin ich mir sicher. Bemerkenswert finde ich aber eigentlich vor allem, dass er nicht komplett mit dem Strom schwimmt sondern immer für neue Ideen gut ist.
So hat er beispielsweise vor einigen Jahren mal damit begonnen, Sonntags zu öffnen um Berufstätigen besseren Service zu bieten. Die Beschwerden sind natürlich nicht ausgeblieben, genauso die Androhungen von Abmahnungen und schlussendlich viele Artikel in der lokalen Presse. Tolles Marketing quasi zum Nulltarif. Frei nach dem Motto: "Ich würde gerne noch besseren Service bieten, darf das aber leider nicht."
Mein Lieblingsthema ist und bleibt aber das Thema Solarmobile und Elektroautos. Seit etwa 10 Jahren propagiert Gerd Petrusch dieses Thema, weist auf die Notwendigkeit hin und geht mit gutem Vorbild voraus. Er ist Mitorganisator der Tour de Ruhr - einer Solarmobil-Rally durch das Ruhrgebiet - und kann viele interessante Anekdoten zu diesem Thema zum Besten geben.
Ein Beispiel? Elektroautos machen keinen Krach. Das bringt natürlich die Berufsskeptiker auf den Plan: Erhöht dies nicht immens die Unfallgefahr, dürfen wir das zulassen? Nein, natürlich nicht. Abhilfe ist schnell gefunden, mittlerweile kann man Elektroautos aufrüsten mit einer Soundanlage, in der man dann wahlfrei zwischen Rennwagen, LKW oder Trecker wählen kann.
Ich glaube, ich muss mal wieder zum Friseur. Meine Haare sind zwar kaum nachgewachsen, ich habe aber noch etliche Fragen wie wir mit unserer Welt im Gleichgewicht leben können.
Red Bavarian: Die Linke: Der Göttinger Drahtseilakt
Vor einer Stunde


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