Mittwoch, 2. Juni 2010

Shopping 2.0 - ich weiß, was Du gekauft hast.

In den USA wird ein gigantisches Potenzial prognostiziert, in Deutschland überwiegen noch die Bedenkenträger: Es geht um das kollaborative Einkaufen im Web 2.0. Können heute schon Nachrichten, Stimmungen und auch Geo-Informationen (Örtlichkeiten) geteilt werden, ist dies bei Einkäufen noch eher ungewöhnlich.

Die Idee ist simpel: Über die Kreditkarte oder spezielle Konnektoren zu Shops wird dafür Sorge getragen, dass jeder Einkauf im Profil veröffentlicht wird. Wann habe ich wo was zu welchem Preis erworben. Im Besten Facebook-Stil können Einkäufe dann von Freunden (im Social Media Sinne) kommentiert und bewertet werden. I like it. 
Ein Dienst, der exakt dies ermöglicht ist blippy.com.
Ich weiß, was Du gerade gekauft hast.

Klar, dass spätestens dies nun der Super-GAU für alle Datenschützer ist.
(Insgesamt hat es dieser Berufsstand aktuell wohl nicht ganz leicht.)

Natürlich will nicht jeder, dass für die halbe Welt - zumindest aber alle "Freunde" - Einkäufe transparent dargelegt werden. Der eine oder andere möchte ja nicht einmal für sich selbst eine solche Transparenz.

Trotzdem liegt auf der Hand welche Mehrwerte ein solcher Service - gerade in Kombination mit anderen Diensten - bieten kann. Natürlich sind aber auch die Bedenken nicht von der Hand zu weisen. Interessant ist übrigens der vielfach geäußerte Vergleich mit Bonusprogrammen wie Payback: Wenn ich es einer Organisation mitteile und die Daten insofern für Einzelne offen liegen, übernehme lieber ich selbst die Kontrolle und steuere und kontrolliere die Verbreitung dieser Daten. Ein wenig Hoheit - und damit auch Verantwortung - über die eigenen Daten also.

Wir dürfen in jedem Fall gespannt sein: Sicher ist nur, dass wir noch lange nicht am Ende angelangt sind und diese Vokabel wohl auch endgültig aus unserem Wortschatz streichen sollten.

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