Montag, 11. Januar 2010

Meinungen im Web 2.0


Das sogenannte Web 2.0 verschiebt das Gewicht im Markt vom Anbieter zum Nachfrager; Menschen kommunizieren mit einer bisher nicht gekannten Geschwindigkeit und Multiplikation. Kopfschmerzen macht dies all jenen, die die Meinung kontrollieren möchte - und davon gibt es viele.

Heute wieder liegt ein Magazin auf meinem Tisch, das thematisch durchaus von Interesse für uns ist und über Trends sowie Erfolgsgeschichten in diesem Bereich erzählt und darüber hinaus ein Herstellerverzeichnis beinhaltet. Guter Service am interessierten Kunden, sollte man meinen.

Es ist aber wohl mittlerweile jedem bewusst, dass solche Magazine finanziert werden müssen und dies ohne Werbung quasi ein Ding der Unmöglichkeit ist. Verständlich insofern, dass selbst ein Listing im Herstellerverzeichnis kostenpflichtig ist und für die Erstellung (und Publikation) einer Erfolgsgeschichte ebenfalls nicht unerhebliche Kosten anfallen. Ein Schelm der vermutet, die Platzierung von Werbung könne Einfluss auf die redaktionellen Artikel haben, soweit möchte ich gar nicht gehen.

Das ist doch verdammter Mist!

Verbraucher, Konsumenten, Entscheider brauchen die besten Informationen als Grundlage für gute (Kauf-) Entscheidungen. Gebt sie ihnen doch und lasst nicht das Marketingbudget entscheiden, was publiziert wird.

Ich liebe das Web 2.0, denn hierdurch wird das möglich. Es wird immer schwieriger, mit solchen profanen Mitteln wie bezahlter Werbung (im Kleid von Informationen) wirklich zu beeinflussen. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt habe ich persönlich den Eindruck, dass Magazine immer weniger Relevanz für Entscheidungen haben und dass auch Messen diesem Trend zum Opfer fallen. Es ist so leicht wie nie zuvor, sich aktiv selbst zu informieren.

Auch im konkreten Fall sind es immer wieder die üblichen Verdächtigen, die sich untereinander loben und preisen; das ganze aber weitestgehend ohne Beteiligung eines öffentlichen Publikums, also insofern auch mehr oder weniger effektlos.

Insofern: Worüber reg' ich mich auf?!

2 Kommentare:

  1. Eine TNS-Emnid-Umfrage hat Ihren persönlichen Eindruck bestätigt. Demnach hat das Internet immer mehr Einfluss auf Kaufentscheidungen http://bit.ly/8WUpte

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